Sonntag, 11. August 2013

Comics zu den Sagen des Sarganserlandes von Barbara Streiff c Schloss Sargans

Schwarzlichtausstellung „Mythen&Sagen von Barbara Streiff
August - Oktober 2013, in der Remise des Schlosses Sargans.

Die Comics der Sagen des Sarganserlandes führen durch die Ausstellung der interaktiven Installation-Traditionell - Innovativ; Die Geschichten, welche uns eine Einsicht in das Geschehen der Vergangenheit geben, werden im Hier&Jetzt aufgezeigt. Jeder kann auf dem Comics die Sagen verstehen. Die Auswahl, welche ich bildlich und in Installationen in dieser Ausstellung aufzeige, ist auf Sargans und Umgebung, sowie den traditionellen, alten Sagen konzentriert. Barbara Streiff


Wie Sargans zu seinem Namen kam

Als die ersten Siedler am Fusse des Gonzens keinen Namen für den Ort finden konnten, entschlossen sie sich, einen Knaben zur nahen Saar zu schicken. Sie wollten die Siedlung nach dem Flüsschen und dem ersten Tier benennen, das dem Knaben entgegen schwimmen würde. Es war eine Gans. Der Ort heisst daher Sargans.

Der Drache im Fels
Auf der Alp von Buchs spie ein Drache Feuer und Rauch und lockte das Vieh auf eine Felsplatte, von welcher es herab glitt und seine Beute wurde. Zeigte er sich, so brach der Bach los. Jetzt, heißt es, sei er tot und liege unter der Platte.

Das Bergmännli im Erzloch


In der beinahe 600 Meter hohen Felswand des Gonzenhauptes befindet sich ein wahrscheinlich schon zur Römerzeit benutztes Eisenbergwerk, von den Sarganserländern "Erzloch" genannt. Es wurde bis um das Jahr 1870 immer noch betrieben. In den Gruben waltete das Bergmännlein, ein wohltätiger Berggeist, welcher jede Gefahr rechtzeitig verkündete. Wenn die Knappen in unergiebigem Gestein arbeiteten und die Öffnung neuer, besserer Erzgänge bevorstand, geschah es, während sie ahnungslos im Knappenhaus beim Essen saßen, dass vom Bergwerke her, über die Steine bis auf die hölzerne Stiege, laute Tritte erschallten, als ob dreißig und mehr Arbeiter mit schweren, eisenbeschlagenen Schuhen sich näherten. Die Knappen sprangen hinaus; aber nichts war zu sehen und zu hören.
Ungefähr im Jahr 1852 war der Knappe Martin Hobi von Hl. Kreuz mit seinem Bruder Christian in der "Lehmgrube" über einem schauerlich tiefen Schachte auf einem hölzernen Gerüste am Arbeiten. Da fing es an, kleine Steine nach ihnen zu werfen, anfangs ganz sachte, dann aber immer toller, so dass sie es endlich für ratsam hielten, ihren Posten zu verlassen. Kaum waren sie an einem sichern Orte angelangt, so stürzte das Gerüste zusammen und unter schrecklichem Gepolter in die grauenhafte Tiefe hinab.



Die Kröte unter der Kirche

Unter der Kirche von Sargans ruht nach der Sage, über einem grundlosen Wasser, eine riesig grosse Kröte; wenn diese sich umdreht, stürzt die Kirche zusammen.
Das Gräggi


Wodans Stelle vertritt im Sarganserlande das "Bachgeschrei", vor allem aber das "Gräggi", d. h. der Schreier, welcher nachts bald als Baumstamm, als Hund, als Schwein, als Kalb im Wege liegt oder von einem Baume herab einen anschreit, bald als Laubsack sich heranwälzt, mit den verschiedensten Stimmen schreit und mit einem Lärm, wie an andern Orten die wilde Jagd, über Weinberge und Wälder hinbraust, daß man glauben möchte, kein Rebenstickel und kein Baum bleibe unzerbrochen, obschon am Morgen keine Spur von allem wahrzunehmen ist.
Von einer meist aus Fronfastenkindern bestehenden Familie wusste man, dass sie in freundschaftlichem Verkehre mit dem "Gräggi" stand, welches den Söhnen nachts, während sie schliefen, die Rosse hütete, und wenn diese einen Kreis abgeweidet, den Pfahl ("Stumpen") weiter schlug. Es ließ alle möglichen Stimmen hören.
Das Urtel


Unweit des Städtchens Sargans befindet sich auf dem Riet ein grosses Quellenloch, «Urtel» genannt. Hier stand vor Zeiten eine Stadt, welche zur Strafe für die Sittenlosigkeit ihrer Einwohner untergegangen ist. Das unergründlich tiefe Loch bezeichne die Stelle, wo das Rathaus gestanden haben soll, in welchem weder Recht noch Gerechtigkeit gehandhabt worden. Einst wollte jemand mit einem Faden die Tiefe des Loches messen; da rief es aus diesem herauf: „Ergründest du mich, so verschlinge ich dich!
Quelle:
SAGEN.at >> Traditionelle Sagen >> Schweiz >> Sagen des Kantons St. Gallen, Jakob Kuoni
Schwarzlichtausstellung „Mythen&Sagen in der Remise des Schlosses Sargans
Die Auswahl, welche ich bildlich und in Installationen in dieser Ausstellung aufzeige, ist auf Sargans und Umgebung, sowie den traditionellen, alten Sagen konzentriert. Barbara Streiff c

Mit Dank an Südkultur, Gemeinde Sargans, Familie Kaiser, Museum Sargans, Tele Südostschweiz, Sarganserländer, Heidiland Tourismus.


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