Donnerstag, 27. Juni 2013

Schwarzlichtausstellung im Schloss Sargans, vom 3.08-10.10.2013

Die Sagen haben bis heute ihren Reiz nicht verloren. Hart und brutal ist die Welt, aber auch humorvoll geprägt und vom Schein des Mysteriösen und des Anderweltlichen umgeben. Ist uns diese Welt auch weitgehend fremd in ihrem Daseinskampf und ihren spirituellen Vorstellungen, hat sie doch unsere Welt entscheidend mitgeprägt und sie um viele Mythen und Geschichten bereichert, ohne die die Welt unserer Phantasie um vieles ärmer wäre.


Der mystische Ort, das alte Schlosses, welches oberhalb von Sargans auf felsigem Grund ruht, ist selbst von Sagen umwoben. Der historische Dachstock, des 15ten Jahrhundert lädt nahezu ein, hier eine solch geheimnisvolle Installation in UV-Licht zu gestalten. Bilder von gemalter Mythologie aus aller Welt werden mit schwarz/weiss Zeichnungen und Objekten, der Sagen aus der Umgebung Sargans ergänzt. Mit Objektart, Interaktiven Installationen, welche im stettigen Wandel sind, wird diese Ausstellung zu einem ganzheitlichen Erlebnis.
Der Fuchs im Sack
Au vu brinnige Manä, vu Schrättlig und vum Grääggi hätme schu gnueg köürt. Aber eigetümli isch doch ämoul dum Peter Geel vu Vild gangä. Der sei schints ämoul spout in der Nacht vu Mels gägem Städtli durä chu überds Fäld. Bem Chrüz chäm ä Fux zuehä und hei ganz merkwürdig zahm tue. Der Peter, nit fuul und nünnt di Fux inä leirä Sagg, wonner grad deinem ka hat, und mit uffä Ruggä. Wiener zum steinenä Stäg chunnt, köürt er ä Wyberstimm vu der Pasattiwand ahägellä: "Schwöster, chumm jetz!" Duä antwortis: "I'cha nit, i bi ins Peter Geelä Sack jinn!" Er würft der Sagg erschroggä vum Buggel und lout der Fux laufä. Dar hei der Schwanz zwüschet d'Bei gnu und sei we bsässä der Pasatti zuä.

Der Drache am Fels

Auf der Alp von Buchs spie ein Drache Feuer und Rauch und lockte das Vieh auf eine Felsplatte, von welcher es herabglitt und seine Beute wurde. Zeigte er sich, so brach der Bach los. Jetzt, heißt es, sei er tot und liege unter der Platte.


Der Mythos ist zeitlos, seit jeher war er ungetrennt beides; Gegenwärtiges und Vergangenes. Diese Paradoxie des Gleichzeitigen und Vergangen war im Mythos immer schon da. Mythen wie magische Riten meinen die sich wiederholende Natur. Sie ist der Kern des Symbolischen; ein Sein oder ein Vorgang, der als ewig vorgestellt wird, weil er im Vollzug des Symbols stets wieder Ereignis werden soll. Derart wird der Mythos durch den Verlust der historischen Eigenschaft der Dinge bestimmt. Die Dinge verlieren in ihm die Erinnerung an ihre Herstellung.

Der Berggeist im Gonzen



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